11. Rückfahrt

Nach zwei Wochen war es dann soweit: Der große Auszug aus Rovinj stand uns bevor. Inzwischen war es zwar so, daß wir eigentlich alle mehr oder weniger genug davon hatten, den ganzen Tag am Strand rumzuliegen, aber dennoch überschlugen wir uns auch nicht gerade vor Freude, daß es nun wieder zurück nach Hause ging. Es war uns allen nämlich zu dem Zeitpunkt schon bewußt, daß wir die Stadt, die Sonne und das Meer, und vor allem das gute Essen bei Pastrik schnell vermissen würden.

Rückfahrt von Rovinj/Kroatien

Wir fuhren gegen 11.00 Uhr morgens los, nachdem wir uns bei der Familie Santin verabschiedet hatten, die uns am Abend vorher so dermaßen mit Kuchen vollgestopft hatte (obwohl wir ja schon bei Pastrik gegessen hatten!), daß uns allen elendig übel war. Die Fahrt verlief ohne große Probleme, und nach einiger Zeit hatten wir Kroatien hinter uns gelassen.

Nein, zwei. Mit Kümmeln!

- Michael

In Österreich legten wir an einer Autobahnraststätte eine Pause ein, um mal wieder etwas zu essen. Nach dem letzten Abend dachten wir eigentlich, mindestens 2 Wochen keine Nahrung mehr aufnehmen zu müssen, aber jetzt kam doch wieder der Hunger durch. Wir bestellten vier Menüs und bekamen dazu einen Brotkorb auf den Tisch gestellt. Nach kurzem Überlegen einigten wir uns darauf, daß das Brot umsonst sein müsse, weil wir nämlich 1. den Korb nicht bestellt hatten, und 2. das Brot bei Pastrik auch immer umsonst war. Und bevor der ganze Korb an die Schweine verfüttert würde, ergriffen Michael und Guido die Initiative und aßen zwei Körnerbrötchen - »Hatten’s G'bäck? Ah, ein Stück?«, fragte die Kellnerin, als sie das Essen abräumte. »Nein, zwei. ... - Mit Kümmeln!«, sagte Michael, worauf die Kellnerin erwiderte: »Macht 3,60 DM.« Die Jungs hatten danach die Lacher eindeutig auf ihrer Seite ;-)

Schließlich ging die Fahrt weiter, und nach endlos langer Zeit kamen wir schließlich wieder gut zu Hause an. Wir waren inzwischen alle so braungebrannt wie Animateure in drittklassigen Hotels auf Mallorca, und der eine oder andere hatte sicherlich ein wenig im Gewicht zugelegt, aber obwohl ich diese Absicht heftigst dementierte war uns war klar: irgendwann würden wir zurückkehren nach Rovinj, dem schönsten Ort Istriens. Vielleicht nicht gleich morgen, wahrscheinlich auch nicht nächste Woche.. - aber spätestens dann, wenn wir alle bei irgendeinem Anlaß mit einem Glas Slivo in der Runde zusammensitzen, wird sich der Gedanke nach und nach durchsetzen. Ganz bestimmt.

Da geh ich aus von, Schlucke!

- Bang Boom Bang

-Dirk

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