12. Ein Jahr später
Tja, und der Gedanke hat sich durchgesetzt. Wir beschlossen, im Sommer 2000 wieder nach Rovinj zu fahren, allerdings mit ein paar kleinen Änderungen: 1. Diesmal drei Tage kürzer als im letzten Jahr, 2. Es wird ein ganz relaxter Urlaub am Strand, und 3. Der Ausdruck »Heiß wie Frittenfett« wird generell verboten.

Ein weitere Änderung war, daß wir diesmal mit Michaels Kombi fuhren anstatt mit meinem Golf, den wir im letzten Jahr ziemlich stopfen mußten, um alle Sachen mitzubekommen. Desweiteren fuhren wir nicht morgens um 4 Uhr los, sondern auf mein Drängen hin schon abends um 22.00 Uhr. Michael war zwar erst dagegen, weil er meinte, daß man niemals in die Nacht hinein fahren sollte, ich konnte ihn aber doch noch überzeugen, daß nachts Autofahren mein großes Hobby sei und ich ganz bestimmt nicht müde werden würde. Die Fahrt verlief dann auch bedeutend angenehmer als ein Jahr zuvor - in der Hinsicht waren wir uns alle einig.
Was hatte sich nun verändert in Rovinj, seit wir das letzte Mal da waren? Auf den ersten Blick nicht viel: Die Ferienwohnung samt Familie Santin war noch die alte, die Altstadt sah aus wie ein Jahr zuvor, und das Essen bei Pastrik einschließlich dem Slivo danach schmeckte noch genauso gut. Daß sich doch etwas verändert hatte in Rovinj merkten wir erst später. So erzählte uns Corado beispielsweise, daß es in der Zwischenzeit ein heftiges Unwetter gegeben hatte, dessen Auswirkungen auch noch zu sehen waren: Im Naturschutzgebiet Punta Corrente, wo wir immer zum Strand gingen, mußten mehrere Bäume gefällt werden, weshalb es teilweise ziemlich kahl aussah dort, und auch auf den anderen Inseln rund um Rovinj fielen einige Bäume dem Unwetter zum Opfer. Besonders schade war der Verlust der Palmen auf der Insel vorm Lokal Punta Corrente: Die Insel war vorher ein besonders gutes Fotomotiv (siehe »4. Strand«, Foto 4) und hatte den Charme einer Südseeinsel im Urlaubsprospekt. Jetzt sah sie vom Gewitter gezeichnet aus. Weitere Veränderungen in Rovinj waren, daß die Disco Monvi in der Zwischenzeit pleite gegangen war, und daß außerdem die Disco Mulini kein Programm mehr draußen auf der Terasse abhalten durfte, weil sich die Anlieger des nahegelegenen Jachthafens beschwert hatten. Somit gab's in diesem Jahr für uns kein »Whiskey in the Jar« von einer Liveband gespielt.

Positiv zu berichten war, daß unser »Lieblingsopi« (Foto 2) noch seine täglichen Runden am Strand drehte und dabei immer noch dieselbe Bademütze aufhatte. Desweiteren war das Wetter bis auf zwei Regentage mal wieder einwandfrei, und das Wasser war noch genauso sauber wie zuvor. Allerdings war es in diesem Jahr ein bißchen voller am Strand, da wir im Gegensatz zum Jahr davor mitten in der Hauptsaison Urlaub machten. Es fand sich aber immer noch ein guter Platz.
So, daß war’s. Der Bericht endet hiermit, und wird auch nicht mehr erweitert. Wir waren nun zwei Jahre hintereinander in Rovinj, haben vieles gesehen und mögen die Stadt auch weiterhin sehr gerne, werden aber trotzdem nicht so schnell wieder dort hinfahren. Wir können die Stadt jedem wärmstens empfehlen, der ein bißchen Ruhe am Strand sucht und abends gerne genüßlich in der Altstadt sitzen möchte - Rovinjs Altstadt hat wirklich einen ganz besonderen Charme. Wer jedoch auf der Suche nach Partys und langen Nächten ist, ist sicherlich besser in Porec aufgehoben, das etwa 30 km von Rovinj entfernt liegt.

Macht es, wie ihr wollt - aber solltet ihr nach Rovinj kommen, grüßt uns die Jungs und Mädels von Pastrik sowie Corado samt Familie, wenn ihr ihn in den engen Gassen der Altstadt mit seinem Auto vorbeifahren seht, immer die Hand an der Scheibe. ;-)
-Dirk







